Dōgen Zenji (japanisch 道元禅師) brachte Zazen als zentrales Element im Zen-Buddhismus nach Japan

Dogen Zenji, Gründer der Soto-Zen Schule, wurde am 26. Januar im Jahr 1200 geboren. Im Alter von nur 14 Jahren rasierte er sich den Kopf und schloss sich den buddhistischen Mönchen im Enryaku-ji Tempel auf dem Berg Hiei nordöstlich von Kyoto an. Dieses Kloster gehört zu den bedeutendsten der japanischen Geschichte. Die Mönche dort gehörten der buddhistischen Tindai Sekte des Mahayana Buddhismus an. Allerdings erkannte Dogen Zenji, dass der Tempel auf dem Berg Hiei durch enge Beziehungen zu einflussreichen Leuten dekadent geworden war. Unter den Mönchen herrschte Gier nach Ruhm und Macht.

Enttäuscht verließ Dogen Zenji das Kloster und begab sich auf die Suche nach dem wahren Dharma (der wahren Buddhistischen Lehre). Er besuchte viele Tempel, fand aber nirgendwo einen Lehrer, der ihn überzeugte. Während dieser Zeit erfuhr er viel über die indischen und chinesischen Mönche und Meister aus der Vergangenheit und beschloss, sich auf ihre Spuren zu begeben - in der Hoffnung, mehr über das wahre Dharma zu lernen.

Im Alter von 24 Jahren reiste Dogen schließlich auf der Suche nach dem wahren Weg Buddha´s nach China. Aber auch hier fand er keine Lehrer, die seine reinen Ideale erfüllten. Als er gerade wieder nach Japan zurückkehren wollte, traf er Nyojo Zenji auf dem Berg Tendo. In diesem Tempel lag der Fokus der Mönche auf dem intensiven Praktizieren von Zazen.

Dogen Zenjin hatte endlich gefunden, wonach er suchte. Er schloss sich diesem Tempel an und verschrieb sich vollkommen dem Zazen. Als er schließlich nach Japan zurückkehrte, brachte er keine buddhistischen Sutras mit, wie so viele andere reisende Mönche. Das Einzige, was Dogen Zenji mit sich brachte, war die vollkommen von ihm verinnerlichte Lehre des Shikan-Taza („einfach nur sitzen“). Als er von den japanischen Mönchen gefragt wurde, was er aus China mitgebracht habe, antwortete er: „Ich komme mit leeren Händen zurück.“ Die Mönche fragten: „Was hast du gelernt?“ Dogen Zenji´s Antwort war: „Die Augen sind waagerecht, die Nase ist senkrecht“.

Zurück in Japan widmete er sich ganz der Praxis und Lehre des Zazen. Im Jahr 1243 verließ Dogen Zenji Kyoto und im Jahr 1244 bezog der den Tempel Daihonzan Eiheiji in den Bergen, wo er 1253 mit 53 Jahren erkrankte und starb.

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