Leoni's Zen Blog

Von Leoni Taisui McGough

[English Version]

Die „rechte“, „angemessene“ Rede ist ein Teil des Edlen Achtfachen Pfades, den Buddha gelehrt hat. Es ist wichtig, dass wir uns unserer Sprache bewusst sind und aufmerksam daran arbeiten, da Sprache das Grundwerkzeug für gelungene Kommunikation und damit für gelungene zwischenmenschliche Beziehungen ist.

In der heutigen Zeit, in der Kommunikation in vielen Fällen reduziert ist auf virtuellen Austausch in Form von belanglosen kurzen Nachrichten, Chats, E-Mails etc., bekommt der Aspekt der „rechten Rede“ eine besonders wichtige Bedeutung. Einerseits gibt uns die moderne Technologie endlose Möglichkeiten für Kommunikation, wir können problemlos und ohne jede zeitliche Verzögerung über Ländergrenzen hinaus und über diverse verschiedene Kanäle kommunizieren, andererseits herrscht aber häufig eine unüberwindbare Unfähigkeit, sich wirklich auszudrücken und andere zu verstehen. Kommunikation wird reduziert auf belanglosen Austausch im Netzjargon und Emotionen werden nicht mehr in ihrer individuellen Vielfalt mit Worten beschrieben, sondern durch universal verständliche, eindimensionale Emoticons ausgedrückt.

Von Leoni Taisui McGough

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Zu Buddhas Lebzeiten beteten die Brahma-Glaubensanhänger, dass sie nach dem Tod für immer mit Brahma, dem universalen Gott, vereint sein würden. Ein Brahma-Mann kam eines Tages zu Buddha und fragte ihn: „Was kann ich tun, um sicherzustellen, dass ich nach dem Tod mit Brahma vereint sein werde?“ Buddha antwortete: „Brahma ist die Quelle der Liebe, um mit ihm zu sein musst du die vier unermesslichen Geisteshaltungen praktizieren: Liebe, Mitgefühl, Freude und Gleichmut.“

Von Leoni Taisui McGough

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Unser größtes Problem im Leben ist, dass wir uns als getrennt von allem anderen wahrnehmen. Solange wir uns aber als getrennt wahrnehmen, leiden wir. Wir sind ständig damit beschäftigt, unser „Ich“ zu definieren, unsere Grenzen abzustecken und sie zu verteidigen. Dadurch limitieren wir uns selbst und sperren uns in eine Box. Wir kreieren eine Definition von „Ich“ in Abgrenzung zu allem anderen um uns herum.

Von Leoni Taisui McGough

[English version]

Es war einmal ein Prinz, der war ausgesprochen gutaussehend und liebte sich sehr. Jeden Morgen nach dem Aufwachen schaute er in den Spiegel und rief: „Ah, wie schön!“ Eines Tages erwachte er, hob den Spiegel auf und hielt ihn falsch herum vor sein Gesicht. Die Rückseite des Spiegels war nicht poliert und er konnte sein Gesicht nicht sehen. Vollkommen verzweifelt rief er: „Mein Kopf ist verschwunden! Er ist weg! Er ist weg!“ Voller Panik rannte er schreiend auf die Straße und suchte überall nach seinem Kopf.

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